In loser Folge stellen wir Regisseure vor, die für den geplanten Sub-Kanon des Deutschen Films für Bedeutung sein könnten. Heute: Arthur Maria Rabenalt.
Arthur Maria Rabenalt. Der 1993 gestorbene Österreicher hat ein unüberschaubares Werk hinterlassen. Seine Filmographie beginnt in den 30er Jahren, wo er mit seinem berühmtesten Film …REITET FÜR DEUTSCHLAND mit der NS-Propagandamaschine massiv in Berührung kommt. Seine produktivste Phase war in den 50er Jahren, die er vor allem mit Operetten-Remakes eindeckte. Seinen letzten Kinofilm drehte Rabenalt 1978: CARIBIA, eine Version eines Marivaux-Stückes über sechs Waisenkinder, die unter der Obhut eines Pädagogen zu Rousseauschen Naturmenschen erzogen werden sollen. Wie nur hat ein notorisch frivoler 72jähriger Regisseur so ein Thema in den späten 70er Jahren umgesetzt? Außerdem hat Rabenalt ein umfangreiches belletristisches Werk hinterlassen und Sachbücher über Filmdramaturgie, über das erotische Theater, über Joseph Goebbels. Weitere Filmtitel: GELIEBTE BESTIE, UNTERNEHMEN SCHLAFSACK, DER UNSTERBLICHE LUMP, HOCHZEIT IM HEU.
Das Heft geht los mit einer spektakulären Petition der organisierten Supernasenfans; es geht weiter mit einer Reflektion von Hans Schifferle über die ‚guten alten Zeiten’; einer Erinnerung von Ulrich Mannes an einen Interview-Termin bei dem kürzlich verstorbenen Regisseur Georg Tressler; einer Liste von Rainer Knepperges mit den schönsten Ankündigungen nie gesehener Filme; einem Bericht von Stefan Ertl über den Surf-Filmer Andrew Kidman… und endet mit einer Übersicht über Bücher, die den SGE-Kosmos abdecken.
Inhalt: Es geht los mit einem Rückblick auf das SGE-Reverenz-Wochenende in Köln; in der Bibliothek Götz berichten SGE-Autoren über ihre prägenden Lektüreerlebnisse; wir präsentieren die beliebtesten Aktenzeichen-XY-Darsteller; Stefan Ertl befaßt sich mit dem Glamour-Star Amanda Lear und ihrem Film FOLLIE DI NOTTE; Ulrich Mannes spricht mit Rinaldo Talamonti über seine Zusammenarbeit mit Siggi Götz; anschließend unterhält er sich mit Hans Schifferle über die geheimnisvolle Publikation X-Film aus den 80er Jahren (80 Prozent Porno).