„Gewiss ist er nicht so groß wie das HEIMAT-Epos von Edgar Reitz. Aber der Kölner Westend-Zyklus von Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler ist einzigartig im deutschen Kino.“ (Hans Schifferle, epd-Film) Heute startet Teil 8 WEISSE RITTER in ausgewählten Lichtspielhäusern, eines davon ist das Werkstattkino, wo die Filmmemacher diesen Samstag auch anwesend sein, und die rasenden SGE-Reporter vorbeischauen werden.
Artist in Focus: Roy Black
Vor 25 Jahren starb „Vorstadtrocker“, Schlagerstar und Schauspieler Roy Black. Seine Heimatstadt Bobingen veranstaltet dieses Wochenende eine riesige Gala. Und Servus-TV zeigt morgen um 20:15 Uhr ROY BLACK – EINE LEGENDE. UNVERGESSEN von Otto Retzer. Retzer, der mit Roy Black zahlreiche Filmprojekte für die Lisa-Film verwirklicht hat, begibt sich in diesem Portrait tief in den SGE-Kosmos, „auf eine Reise durch emotionale Erinnerungen und befragt Freunde, Wegbegleiter und Zeitzeugen Roy Blacks, wie Thomas Gottschalk, Uschi Glas, Dagmar Koller, Ottfried Fischer und Roland Kaiser.“ Vor drei Tagen übrigens wurde im Schloßhotel Velden am Wörthersee (wo auch die Premiere gefeiert wurde) eine „Roy Black Suite“ eingeweiht, die man für 1045 Euro pro Nacht mieten kann (inkl. Erinnerungsstücke). Foto: Lisa-Film
Neues von Ingrid Steeger
Ingrid Steeger (ICH – EIN GROUPIE) zieht es von München nach Frankfurt, wo sie mit ihrer „wahnsinnig sympathischen“ Freundin Manu ein Transenlokal aufmachen will. Dafür braucht sie noch einen Koch und sie ist auf der Suche nach einem Appartement. Weitere Infos hier.
Festival der Woche
„Daß einem erst mal Sehen und Hören vergehen sollte, damit man den Blick frei kriegt für kühne und beflügelte Gedanken“ (Fritz Göttler, SZ), das lehrt uns das heute beginnende elfte Underdox-Festival. Zur Eröffnung läuft das Kompilationswerk SIXTY SIX von Lewis Kahr, ein „hypnotischer ‚dreamscape‘ der Popgeschichte der 1960er und 1970er Jahre, der in Collagen- und Cut-up-Technik archäologische Schichten des amerikanischen Unterbewußten freilegt.“ Am Sonntag laufen Sachen von SGE-Glamour-Boy Marquard Bohm.
Retro des Monats: Fox@Moma
Seit zwei Wochen läuft eine satte Raritätenschau im Münchner Filmmuseum: Produktionen der Fox Film Corperation aus den späten 20er und frühen 30er Jahren, die dem MoMA in New York zur Verwahrung überlassen und jetzt restauriert wurden, Filme, die größtenteils niemals in Deutschland gelaufen sind. Und diese Woche sind einführende Gäste aus New York anwesend. Nach dem Clara Bow-Biograph David Stenn, der die letzten beiden Filme des Hollywood-It-Girls vorstellte, präsentiert heute der Kritiker und MoMA-Kurator Dave Kehr zwei „entspannte, unaufgeregte bzw. exakt getimte“ Werke des bislang von der Filmgeschichtsschreibung vernachlässigten Regisseurs William K. Howard: THE TRIAL OF VIVIENNE WARE mit dem „temporeichsten Prozeß der Filmgschichte“ sowie die Komödie DON’T BET ON WOMEN. Morgen aber kommt ein Film, der den SGE-Kosmos doch ein kleines bißchen streift, eine „wirbelnde Geschichte aus einem Wolkenkuckucks-Ungarn“, der einzige US-Film von Eric Charell (DER KONGRESS TANZT), „ein aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbarer Mißerfolg bei Kritik und Publikum“. Und es geht dann noch weiter…
70/41
80/24
Wir gratulieren SGE-Glamour-Boy Roger Fritz zum 80sten, der heute schwerpunktmäßig als Fotograf gefeiert wird, in den 60er und 70er Jahren als Schauspieler unterwegs war (JET GENERATIION, FREMDE STADT) und eine Handvoll toller Filme gedreht hat, darunter Filme, die sich sonst keiner getraut hat zu machen, die jetzt nach und nach als edle DVD-Editionen wieder auf den Markt kommen.
Schlechte SGE-Verstecke
TV-Tip der Woche
Gestern Trash, heute Schlefaz. In der Arte-Mediathek kann man noch den gestern in der Trash-Reihe als TV-Premiere gesendeten VAMPYROS LESBOS von Jess Franco sehen. Und heute nehmen sich die Schlefaz-Leute den SGE-Kanon-Film ICH – EIN GROUPIE vor.
Ann Smyrner †
Wie die SGE-Redaktion beiläufig erfahren hat, ist am 29. August im Alter von 81 Jahren die dänische Schauspielerin Ann Smyrner gestorben, die zwar kein SGE-Glamour-Girl gewesen ist, aber durchaus eines hätte sein können. Die Smyrer spielte als „reizvoll-attraktive Blondine“ in den 50ern und 60ern in einigen deutschen Genre-Filmen (vor allem in „semierotischen B-Produktionen“- Wikipedia), darunter in LILLI – EIN MÄDCHEN AUS DER GROSSSTADT, KOMMISSAR X, PERRY RHODAN, HEUBODENGEFLÜSTER, PARADIES DER FLOTTEN SÜNDER, HOLIDAY IN ST.TROPEZ oder DAS GO-GO-GIRL VOM BLOW UP. Anfang der 70er Jahre legte sie die Schauspielerei ab und engagierte sich als Laienpredigerin.

