Film der Woche

„Ein Erinnerungssog aus Worten, Filmaufzeichnungen und Fotos, komponiert aus den Zeugnissen von vier Generationen. Erzählt wird von der Liebe, den politischen Idealen und Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.“ HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT von Thomas Heise läuft heute zur Underdox-Halbzeit im Münchner Filmmuseum.

Zitat der Woche

„Sie zeigen, wie viel Herz und Liebe es unter Brüdern geben kann. Das ist in diesem Business nicht selbstverständlich.“ – Markus Söder über die Ehrenpreisträger des Bayerischen Fernsehpreises Fritz und Elmar Wepper.

Am Puls der Zeit

Im gerade erschienenen zweiunddreißigsten Schub von SGE berichteten wir über die deutsche Vorabendfernsehserie IM BUSCH VON MEXIKO, die sich dem rätselhaften Schriftsteller B. Traven und seiner Zeit in Mexiko widmet. Passend dazu laufen an diesem Wochenende im Werkstattkino zwei Traven-Verfilmungen, John Hustons DER SCHATZ DER SIERRA MADRE und Georg Tresslers DAS TOTENSCHIFF. Veredelt wird das kleine Traven-Special durch den 1967 von Jürgen Goslar inszenierten Fünfteiler (19.5., 17 Uhr). Er ist frühe Doku-Fiction und zeigt Originalschauplätze, Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern, Recherchen in Archiven, Ausschnitte aus Spielfilmen sowie historische Filmaufnahmen. Die Serie leistet sich auch Exkurse in die Münchner Räterepublik, die Geschichte des Kolonialismus in Mexiko und die dortige Revolution während der 10er Jahre. IM BUSCH VON MEXIKO ist Abenteuerfilm, Road-Movie, Reisetagebuch und Telekolleg Geschichte in einem. In einer Hauptrolle Gerd Heidemann, Entdecker der „Hitler-Tagebücher“.

70 Jahre Grundgesetz

Heute auf 3Sat: ein Film mit „bildsprachlichem Stilbewusstsein, das hinter Filmen Michelangelo Antonionis und anderer europäischer Vertreter der filmischen Avantgarde nicht zurücksteht“ und diesen „modernen Ansatz“ selbstverständlich umsetzt, „ohne affektiert oder plakativ zu wirken. Ambitioniert ist die visuell einfallsreiche Inszenierung der Räume und der Menschen darin, aber auch die eingesetzte Musik ist facettenreich.“ DER GLÄSERNE TURM von Harald Braun (am Drehbuch war übrigens Wolfgang Koeppen beteiligt) läuft zum Auftakt einer Reihe mit „21 deutschen Spielfilmklassikern, in denen sich die 40 Jahre gesellschaftlicher Entwicklungen in den beiden deutschen Staaten bis zur Wiedervereinigung widerspiegeln.“ Ein paar SGE-Kanon-Filme sind übrigens auch dabei.