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Man darf sie nicht verwechseln mit der künstlerischen Leiterin der Ruhrtriennale. Heute feiert SGE-Glamour-Girl Barbara Frey, die in Geoerg Tresslers „kleinem lyrischen Meisterwerk“ ENDSTATION LIEBE (vgl. SGE # 3) an der Seite von Horst Buchholz als scheues, zurückhaltendes Mädchen aus gutem Hause ihr Debüt als Schauspielerin gab, ihren 80sten Geburtstag. Bis in die späten 60er Jahre folgten noch viele Engagements in interessanten Filmen. Dann verliert sich ihre Spur. Bleibt (wieder mal) die Frage: Was ist aus Barbara Frey geworden?

Aus der Ostschweiz

„Die ganze Schweiz schreit nach mir, noch immer. Die Leute wollen stets mich sehen, acht von zehn lieben mich, nur in der alten Garde sind ein paar eifersüchtig.“ Die NZZ hat „den robusten Ostschweizer“ und SGE-Glamour-Boy Hans Leutenegger besucht. Benedikt Eppenberger hat ihn schon in SGE #34 porträtiert.

Buntes Wochenende

Sollen wir mal wieder ein paar Veranstaltungshinweise plazieren? Gut, machen wir! Das KommKino zu Nürnberg zeigt ab heute unter dem Motto „Und die Sonne schön wie nie“ eine bunte DEFA-Wochenendschau, einen Streifzug durch das DDR-Filmstudio mit einigen Überraschungen. Es geht verheißungsvoll los mit CHEMIE UND LIEBE von Arthur Maria Rabenalt und endet mit DER PRINZ HINTER DEN SIEBEN MEEREN von Walter Beck. *** Das Filmarchiv Austria zeigt morgen den Director’s Cut von EMMANUELLE (was den ausmacht, erfährt man nicht) in Anwesenheit der Darstellerin Marika Green.

Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung

Die SigiGötz-Entertainment-Gruppe heißt jetzt „Mega“. Es sei einfach an der Zeit die Identität des Unternehmens zu überarbeiten, um seine breiteren Ambitionen widerzuspiegeln, sagte Dr. Erich Lusmann in einer Rede auf der hauseigenen Connect-Konferenz . Für Leser und Abonnenten ändere sich nichts.

Toni Netzle †

Toni Netzle, langjährige Wirtin vom Alten Simpel in München (lt. SZ „die erste Promi-Wirtin“) und Gelegenheitsschauspielerin mit einer reichen und SGE-relevanten Filmographie stirbt im Alter von 91 Jahren. Die Abendzeitung berichtet, daß sie sich noch rechtzeitig mit ihren Kindern versöhnen konnte. Ihr hochgehandeltes Buch Mein Alter Simpel muß wohl eines Tages in die SGE-Glamour-Bibliothek aufgenommen werden.

Jürgen Goslar †

Er war ein SGE-Glamour-Boy par excellence, als Darsteller oft ein „undurchsichtiger Dandy, der die Frauen an seiner Seite mit ins Verderben reißt“, hinter der Kamera ein schillernder Typ: Er produzierte NACKT UND HEISS AUF MYKONOS (mit Margit Geissler-Rothemund und Claus Obalski), inszenierte eine der besten KOMMISSAR-Folgen und den Rassismus-Thriller DER FLÜSTERNDE TOD (mit Horst Frank als ‚Albinoneger‘). Vor drei Jahren erst sichtete Stefan Ertl die Vorabendserie IM BUSCH VON MEXIKO, in der er dem Schriftsteller B. Traven ganz dicht auf der Spur ist (vgl. „Drei Amigos in Mexiko“ in SGE # 32). Wie wir mit Verspätung erfahren haben, ist Jürgen Goslar am 5. Oktober mit 94 Jahren gestorben. Sein Œuvre ist von uns noch längst nicht ausgeschöpft.