Man darf sie nicht verwechseln mit der künstlerischen Leiterin der Ruhrtriennale. Heute feiert SGE-Glamour-Girl Barbara Frey, die in Geoerg Tresslers „kleinem lyrischen Meisterwerk“ ENDSTATION LIEBE (vgl. SGE # 3) an der Seite von Horst Buchholz als scheues, zurückhaltendes Mädchen aus gutem Hause ihr Debüt als Schauspielerin gab, ihren 80sten Geburtstag. Bis in die späten 60er Jahre folgten noch viele Engagements in interessanten Filmen. Dann verliert sich ihre Spur. Bleibt (wieder mal) die Frage: Was ist aus Barbara Frey geworden?
Dämonen 2021
Daß uns noch „einige Irritationen mit der NS-BRD-Aufarbeitung blühen werden“, wissen wir schon seit eineinhalb Jahren. Die Zeit legt mit Hans Abich nun den nächsten NS-Fall vor: Von der HJ auf den TV-Olymp. Daß Rolf Thiele, sein Freund und Kollege von der Filmaufbau, NSDAP-Mitglied war, wird hier nebenbei aufgedeckt.
Schon gewußt?
Als SGE-Abonnent bekommen Sie nicht nur die neuesten Ausgaben frei per Post zugestellt. In unregelmäßigen Abständen bekommen Sie auch noch vergriffene Hefte handgescannt als pdf-Dateien angeboten. Zur Zeit im Angebot: Der sechzehnte Plan (von 2009) mit vielen tollen Genre-Filmen aus Deutschland. Bei Interesse Mail an: info@sigigoetz.de.
Aus der Ostschweiz
„Die ganze Schweiz schreit nach mir, noch immer. Die Leute wollen stets mich sehen, acht von zehn lieben mich, nur in der alten Garde sind ein paar eifersüchtig.“ Die NZZ hat „den robusten Ostschweizer“ und SGE-Glamour-Boy Hans Leutenegger besucht. Benedikt Eppenberger hat ihn schon in SGE #34 porträtiert.
Buntes Wochenende
Sollen wir mal wieder ein paar Veranstaltungshinweise plazieren? Gut, machen wir! Das KommKino zu Nürnberg zeigt ab heute unter dem Motto „Und die Sonne schön wie nie“ eine bunte DEFA-Wochenendschau, einen Streifzug durch das DDR-Filmstudio mit einigen Überraschungen. Es geht verheißungsvoll los mit CHEMIE UND LIEBE von Arthur Maria Rabenalt und endet mit DER PRINZ HINTER DEN SIEBEN MEEREN von Walter Beck. *** Das Filmarchiv Austria zeigt morgen den Director’s Cut von EMMANUELLE (was den ausmacht, erfährt man nicht) in Anwesenheit der Darstellerin Marika Green.
Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung
Die SigiGötz-Entertainment-Gruppe heißt jetzt „Mega“. Es sei einfach an der Zeit die Identität des Unternehmens zu überarbeiten, um seine breiteren Ambitionen widerzuspiegeln, sagte Dr. Erich Lusmann in einer Rede auf der hauseigenen Connect-Konferenz . Für Leser und Abonnenten ändere sich nichts.
Toni Netzle †
Toni Netzle, langjährige Wirtin vom Alten Simpel in München (lt. SZ „die erste Promi-Wirtin“) und Gelegenheitsschauspielerin mit einer reichen und SGE-relevanten Filmographie stirbt im Alter von 91 Jahren. Die Abendzeitung berichtet, daß sie sich noch rechtzeitig mit ihren Kindern versöhnen konnte. Ihr hochgehandeltes Buch Mein Alter Simpel muß wohl eines Tages in die SGE-Glamour-Bibliothek aufgenommen werden.
Schattenspieler in Wien
Vor ein paar Tagen hat die Viennale begonnen. Bevor wir da tiefer einsteigen, greifen wir eine Monographie heraus, die in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria den Abenteurer Henryk Galeen (DER GOLEM, DER STUDENT VON PRAG, NOSFERATU) als Schattenspieler des Weimarer Kinos vorstellt.
Jürgen Goslar †
Er war ein SGE-Glamour-Boy par excellence, als Darsteller oft ein „undurchsichtiger Dandy, der die Frauen an seiner Seite mit ins Verderben reißt“, hinter der Kamera ein schillernder Typ: Er produzierte NACKT UND HEISS AUF MYKONOS (mit Margit Geissler-Rothemund und Claus Obalski), inszenierte eine der besten KOMMISSAR-Folgen und den Rassismus-Thriller DER FLÜSTERNDE TOD (mit Horst Frank als ‚Albinoneger‘). Vor drei Jahren erst sichtete Stefan Ertl die Vorabendserie IM BUSCH VON MEXIKO, in der er dem Schriftsteller B. Traven ganz dicht auf der Spur ist (vgl. „Drei Amigos in Mexiko“ in SGE # 32). Wie wir mit Verspätung erfahren haben, ist Jürgen Goslar am 5. Oktober mit 94 Jahren gestorben. Sein Œuvre ist von uns noch längst nicht ausgeschöpft.
Eberhard Hauff †
Im Alter von 89 Jahren starb am 13. Oktober der Poet, Regisseur, Produzent und „Local Hero“ (Süddeutsche Zeitung) Eberhard Hauff. Er war Mitbegründer des Münchner Filmfestes und so eine Art Ideengeber für die ersten beiden SGE-Ausgaben. Für uns unvergessen.