Sie begriff jäh, daß sie ihren eigenen Namen nicht sagen konnte.
„Woran erinnern Sie sich?“ fragte Orgi sanft. Sie schüttelte den Kopf.
„Wieso bin ich hier?“ fragte sie stockend.
„Sie wurden überfallen und zum Glück von einer Polizeistreife gefunden, durch die wohl der Täter gehindert wurde, Ihnen Schlimmeres anzutun. Können Sie einen Hinweis geben, wie der Mann aussah?“
„Ich kann mich momentan an nichts erinnern – leider.“
„Wenn wir wenigstens Ihren Namen wüßten, damit wir Ihre Angehörigen benachrichtigen könnten oder einen Hinweis, wo Sie wohnen.“
Sie griff sich an die Stirn. „Es tut weh“ flüsterte sie heiser. „Orgi, den Namen habe ich doch nicht gehört, das bilde ich mir nur ein. Wahrscheinlich bringe ich da was durcheinander.
Er spürte, wie sie sich quälte, und das war vielleicht gar nicht so schlecht.
(Fortsetzung folgt)
SGE im Netz
Gibt man den Suchbegriff SigiGötz-Entertainment ohne Anführungszeichen bei Google ein, dann erscheint u. a.:
„Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in dem Film… Hierbei vor allem Kracauer, Siegfried: Von Caligari zu Hitler. ….. DVD (Kinowelt Home Entertainment) 2003. Min. 68. 52. Aly, Götz: Hitlers Volksstaat.“
Countdown (12)
Im Oktober wird mit der zwölften Ausgabe das SGE-Duzend voll werden. Um die Wartezeit ein wenig spannender aussehen zu lassen
Götz-Business
Heute verlinken wir uns mit der Septemberausgabe von epd-Film, in der SGE-Autor Hans Schifferle unter der Überschrift „Sex-Business made in Germany“ sich mit dem deutschen Erotik-Kino der 60er und 70er Jahre auseinandersetzt und am Ende auch Siggi Götz gebührend erwähnt. Leider hat die korrekturlesende Redaktion von epd-Film Siggi Götz ein ‚g’ weggenommen. Das wollten wir nur kurz erwähnt haben, auch wenn es auf einen Kampf gegen Windmühlen hinausläuft den Unterschied zwischen dem real-pseudonymen Siggi Götz (zwei ‚g’) und dem SGE-titelgebenden Sigi Götz (nur ein ,g’) hervorzuheben, zumal sich Sigi Rothemund bekanntermaßen wiederum nur mit einem ‚g’ schreibt. Deshalb werden wir ab sofort über solche Fehlleistungen konsequent hinwegsehen. — die Red.
Frage der Woche
Welcher Nachruf wird noch darauf hinweisen, daß Hansjörg Felmy (gestorben am vergangenen Freitag, wie der SGE-Glamour-Boy-Anwärter Peter Fricke bestätigte) seinen unübertroffenen Auftritt in ENDSTATION 13 SAHARA von Seth Holt hatte?
Moshammer Spezial
Da wir im Moment nichts wichtigeres auf der Tagesordnung haben, erlauben wir uns den Hinweis, daß in Neuköln die Moshammeroper (von Thalhammer & Hammerthaler) unter wohlwollender Beobachtung von Klaus Maria Brandauer und Rosa von Praunheim seine Uraufführung hatte. Die Urskizze dazu gibt es freilich nur in SGE – Der zweite Anlauf.
Groß-Allegorien im Vergleich (1)
Da ja die filmische Großallegorie auf den Klimawandel bereits vor drei Jahren mit DER UNTERGANG verwirklicht wurde, bleibt Heinrich Breloer mit seinem ersten Kinoprojekt DIE BUDDENBROOKS (Untertitel „Ein Geschäft von einiger Größe“) nur noch eine „Allegorie auf die Globalisierung“ (FAZ).
Vor 10 Jahren…
Wie alles seinen Anfang nahm mit der Ikonisierung von Si(g)gi Götz, das wollten wir an dieser Stelle schon länger berichten. Es ging los vor gut 10 Jahren als eine Delegation des Kölner Filmhauses im Münchner Filmmuseum eine Auswahl seines Kurzfilm-Repertoires zeigte, darunter auch Kurzfilme der Kölner Gruppe, wie ACHT ESSEN DREI, CHINA MEXIKO, WESTEND, DER SERVANTILIST und dann auch noch HALLELUJA, worin es zu einer folgenschweren Erwähnung kommt… (Fortsetzung folgt)
Zitat der Woche
„Sommer, Ende der 60er Jahre. Die sexuelle Revolution regiert die Welt und selbst München-Ramersdorf ist ideologisch aufgeladen. Der 20-jährige Polizeianwärter Benjamin ‚Bennie‘ Köpke (TOM SCHILLING) verliebt sich während eines Observierungs-Einsatzes unsterblich in die hübsche Kommunardin Luzi (KAROLINE HERFURTH). Gleichzeitig überredet ihn sein lebenslustiger, aber ständig in Geldnöten steckender älterer Bruder Freddie (BENNO FÜRMANN), die Regie bei einem von ihm geplanten Filmprojekt zu übernehmen – dabei handelt es sich ausgerechnet um einen ‚Aufklärungsfilm‘, die in dieser Zeit die Kinosäle füllten. Freddies Motto: Das können wir auch.…“ So soll es lt. Constantin-Film in Mark Rothemunds neuem Film PORNORAMA (Start 11.10) zugehen.
…
Wie? Es geht immer noch um Bergman? Also verweisen wir auf die von Volker Pantenburg eingerichtete Relaisstation in der New Filmkritik.