Summertime im SGE-Kosmos

Ist der Sommer schon wieder vorbei oder macht er nur eine Pause und wird sich nochmal aufbäumen? Egal, weil wir aber gerade vom Aufbäumen reden: Das allerletzte Aufbäumen des italienischen Genrekinos behandelt Martin Hentschels Brevier Heisse Teens und flotte Filme; d.i. die Italienische Erotik-Klamotte der 70er und 80er Jahre, die ja wie keine andere Genrewelle massiv in den SGE-Kosmos hineinschwappt. Heisse Teens und flotte Filme ist ein lupenreines Fanprodukt: neben einem informativen Vorwort von Christian Witte, mehreren kleinen Aufsätzen (die ein wenig unter dem Filmtitel-Dropping leiden), befinden sich im Buch markante Steckbriefe der weiblichen und männlichen Genrestars, die offenbar in wertender Reihenfolge plaziert sind und von Gloria Guida und Edwige Fenech angeführt werden (Überraschung: ein SGE-Glamour-Girl ist auch dabei); und dann gibt es noch einen die Genregrenzen sprengenen Video-Guide. Wer allerdings Fotos vermißt, muß auf die dazugehörige Facebookseite zugreifen.

Kinotip der Woche

Klar doch, DAMPFNUDELBLUES von Ed Herzog ist eine weitere Heimatkrimiadaption und fürs Fernsehen formatiert. Dennoch finden wir die Kinoauswertung durchaus angemessen und schließen uns den Beurteilungen an: „Lakonisch, frech, schwarzhumorig… Ton und Tonalität stimmen, das Tempo ist der Mentalität entsprechend bedächtig, das Ende von logisch-bitterer Konsequenz.“ Und sogar SGE-Glamour-People kommen darin vor.

Veranstaltungs- und TV-Tips des Tages

Heute raffen wir uns gleich zu zwei Spielfilmtips auf. Der SGE-Kanonfilm MONARCH ist ja schon mal von uns empfohlen worden. Doch für die heutige Vorführung in Berlin wird Regisseur Manfred Stelzer als Ehrengast angekündigt. Wer lieber zu Hause bleiben will, dem legen wir die „Gammler-Sinfonie“ QUARTETT IM BETT von Ulrich Schamoni nahe (heute um 23 Uhr im rbb-Fernsehen), mit Insterburg & Co, den Jakob Sisters und mindestens einem SGE-Glamour-Girl.

Glamour-(Boy)-Zitat der Woche

„Ja, jetzt bin ich das Arschloch, und ich fühle mich auch unwohl in meiner Haut. Den Moment, mir von einer Offenbarung oder einer aufrichtigen Entschuldigung etwas erhoffen zu dürfen, den habe ich leider verpaßt.“ Welcher SGE-Glamour-Boy sagt denn sowas?
PS: Schlagerstar Michael Holm zum 70. Geburtstag einsichtig: „Tränen lügen doch.“ (Quelle: Titanic.de)

Die aktuelle Openair-DVD-Kritik

Demnächst im Handel: Die restaurierte Fassung von ZUR SACHE SCHÄTZCHEN, die erste Komödie, die der Junge Deutsche Film hervorgebracht hat, „die Schwabinger Minimalversion von James Joyce’ Ulysses“ (Joe Hembus). „Restaurierte Fassung“ bedeutet, daß man das Bildformat an die heutigen Sehgewohnheiten angepaßt hat (von Normalformat auf 16:9) ohne einer puristischen Minderheit wenigstens optional das ursprüngliche Format zur Verfügung zu stellen. Aber alle wichtigen Informationen sind noch im Bild, das hat Werner Enke auf der Pressekonferenz versichert. Im zwölfseitigen Booklet befindet sich neben einem Text von Regisseurin May Spils noch ein Aufsatz von Gerhard Schröder (Bundeskanzler)…