Heute um 19:30 Uhr dreht sich im Rahmen des dienstäglichen Brummer-Begleitbildungsprogramms in der Pasinger Fabrik alles um einen Film, der „17 Jahre unbeanstandet im Kino zu sehen war, bis er 1987 durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als ’sexualethisch desorientierend‘ auf den Index gesetzt wurde, um zum 40. Jubiläum 2010 als ‚fast parodistisch anmutend‘ wieder freigegeben zu werden.“ Moderation: SGE-Herausgeber Ulrich Mannes
Kinotip der Woche
Selbst der Schlagerplanet empfielt die Neuverfilmung von IM WEISSEN RÖSSEL (mit dem verkrampften Titelzusatz WEHE, DU SINGST!), für den „alle Darsteller Gesangs- und Tanzunterricht bekommen und selber gesungen haben.“ Und für die Frankfurter Rundschau ist es „die schrägste Fusion aus ironischem Heimatfilm, surrealistischer Folklore und schnulzigem Happy End, die deutsches Kino hervorbringen kann“.
Lektüretip
Es existiert, das Komplementär-Magazin zu SigiGötz-Entertainment: das von CineGraph-Babelsberg herausgegebene Filmblatt, bei dem Filmwissenschaft und -leidenschaft eine gedeihliche Verbindung eingehen. Seit 1996 kümmert es sich um „vernachlässigte Aspekte und Genres des deutschen Filmerbes“, die von der Stummfilmzeit bis in die 80er reichen. Gerade ist die 52ste Ausgabe erschienen, die u.a. die DVD-Editionen von Robert A. Stemmles TOXI und DIE ENDLOSE NACHT (Tremper) behandelt. Die drei vorangegangenen Ausgaben greifen tief in den SGE-Kosmos, nämlich ins Genre- und Explotiationskino der 70er Jahre. Sehr lesenswert!
Zitat der Woche
„Wenn SigiGötz-Entertainment der Liebe Nahrung ist, dann spielt weiter“ – Dr. Erich Lusmann.
Kinotip der Woche (widersprüchlich)
Laut Filmdienst ist der heute anlaufende KAISERSCHMARRN (AT) voller widersprüchlicher Ideen, ohne vernünftiges Timing, zu wenig selbstkritisch, langatmig und unkonzentriert. Auch sonst greift der Film voll in den SGE-Kosmos. Mit von der Partie: SGE-Glamour-Girl Collien Fernandes.
80/15
Einer ihrer Filme nennt sich STRASSE DER VERHEISSUNG. In ihrem bekanntesten Schlager finden sich Hausfrauenglück und ein wenig Emanzipation. Und außerdem war sie zweimal die Freundin von Derrick. Heute feiert SGE-Glamour-Girl Johanna von Koczian ihren 80sten Geburstag.
Brennpunkt Pasing
Heute endlich lüftet die Pasinger Fabrik das „Mäntelchen des Schweigens“ und präsentiert bis zum 30. November die Filmwelten von Alois Brummer. Begleitet wird die Ausstellung an fünf Dienstagen mit einem Bildungsprogramm. Heute läuft der Syberberg-Film SEX-BUSINESS MADE IN PASING mit anschließender Zeitzeugen-Diskussion, nächste Woche kann man den dazugehörigen GRAF PORNO BLÄST ZUM ZAPFENSTREICH sehen und in zwei Wochen berichten Mitwirkende von der Entstehungsgeschichte und den Drehbedingungen von DR. FUMMEL UND SEINE GESPIELINNEN (Moderation: SGE-Herausgeber Ulrich Mannes).
Nachtrag SGE-Leser weisen darauf hin, daß GRAF PORNO UND DIE LIEBESDÜRSTIGEN TÖCHTER von Günter Hendel der eigentliche Referenzfilm zu SEX-BUSINES sei. Dr. Erich Lusmann macht zudem auf die Koinzidenz aufmerksam, daß man ab heute am anderen Ende der Stadt eine Ausstellung über Bernd Eichinger besuchen kann.
Neues aus der SMR-Szene
Im 17ten SigiGötz-Entertainment führten wir ein Gespräch mit der SCHULMÄDCHENREPORT-Darstellerin Elke Deuringer („Ich war nicht in der Szene unterwegs“) und jetzt, drei Jahre später, wird sie mit einem Blog geehrt.
SGE-Glamour-Boy aktuell (2)
Joop im Turbogang. Auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte er eben erst seine Autobiographie Undressed, in Leipzig darf er gerade neben Mel Ramos ausstellen, in der heutigen Extraausgabe der 3-Sat-Kulturzeit gibt er den Experten zum Thema Fast-Fashion, und nächstes Jahr sucht er an der Seite von Heidi Klum das Topmodel. Was hat SGE-Glamour-Boy Wolfgang Joop noch alles auf der Pfanne?
SGE-Glamour-Boy aktuell (1)
Vor lauter SG-Jubiläumfeiern haben wir all die anderen SGE-relevanten Glamour-Events vernachlässigt. Z.B. daß in der Pasinger Fabrik SGE-Glamour-Boy Roger Fritz mit einer Fotoausstellung geehrt wird. In der Süddeutschen Zeitung gab er dazu letztes Wochenende ein lässiges Interview („Niemand ist mehr nichtstuerisch“). Aber auf Pasing kommen wir eh demnächst nochmal zurück.