Aktionsanalytisch

Aktuelle Filmtips sind in der letzten Zeit bei uns ein wenig zu kurz gekommen. Heute haben wir einen: SERVUS PAPA, SEE YOU IN HELL von Christopher Roth (vgl. SGE- Glamour-Bibliothek, Heft # 37), nach den Erinnerungen von Jeanne Tremsal, die in der Aktionsanalytischen Kommune von Otto Mühl aufwuchs. Ein  Film, der „durchaus als Lehrstück über Macht und Machtmissbrauch im Namen der Freiheit funktioniert (epd-Film) – mit einem Gastauftritt von Hanns Zischler.

70/55

Wir gratulieren Ilja Richter (DISCO, WENN DIE TOLLEN TANTEN KOMMEN) zum 70sten. Irgendwann bringen wir eine Sammelbesprechung seiner drei Biographien: Spot aus! Licht an! (zum 50. Geburtstag), Du kannst nicht immer 60 sein – Mit einem Lächeln älter werden (zum 60. Geburtstag) und Nehmen Sie’s persönlich (jetzt).

Jean-Marie Straub †

In den 21 Jahren unserer Existenz haben wir  es geschafft, ihn weitgehend zu ignorieren. Wir müssen aber einräumen, daß er natürlich den SGE-Kosmos berührt, sogar beeinflußt hat. Es fing damit an, daß er eine Art Mentor für die Münchner Gruppe war und die ersten Kurzfilme von Zihlmann, Lemke und Thome nach Kräften gefördert hat. Und es ging vielleicht noch weiter. Heute ist Jean-Marie Straub am Genfer See mit knapp 90 Jahren gestorben. Vgl. auch hier!

80/63

„Peter hat sich immer für das Entlegene interessiert und darüber mit einer besonderen, poetischen Zuneigung geschrieben.“ (Hans Helmut Prinzler). Wir gratulieren Peter Nau, der seine einfühlsamen Miniaturen auch mehrmals in SigiGötz-Entertainment (vgl. SGE  # 17, 20, 23 und 25) veröffentlicht hat, ganz herzlich zum 80sten Geburtstag.

Zauberhaft

Für alle, die sich dieses Wochenende im Raum Rothenburg ob der Tauber aufhalten: Der diesjährige Märchenzauber von Rothenburg zeigt morgen im Rahmen seines zauberhaften Kulturangebots im Filmpalast Forum den Klassiker DIE SCHLANGENGRUBE UND DAS PENDEL (dem wir unser aktuelles Cover verdanken). Zu unserem großen Bedauern muß der geplante Vortrag „Die Schlangengrube und das Pendel – Rothenburg wird zur Metropole des Grauens“ entfallen.

Bester Dinge

SGE-Monetarisierungsmanager Dr. Erich Lusmann hat dementiert, daß er wie Elon Musk (Twitter) mit Hilfe von kostenpflichtigen blauen Häkchen die SGE-Leserschaft zu spalten beabsichtige. „Wie sollte das überhaupt funktionieren,wenn wir gar keine Kommentarfunktion haben?“ Ein Schutzschirm für die gerade entstehende 38ste SGE-Ausgabe sei auch nicht geplant, bzw. „nicht nötig“.

Zeitgeist, teuflisch

Pardon  Juni 1970

Für alle, die sich gerade in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main aufhalten: Das Caricatura-Museum zeigt 60 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Pardon-Ausgabe die Jubiläumsausstellung Teuflische Jahre. Auf vier Ebenen und über 15 Stationen kann man schön portioniert nachverfolgen, wie sich die „deutsche satirische Monatsschrift“ zum „Zeitgeistmagazin des Aufbegehrens gegen den Muff der Adenauerzeit“ entwickelte, sich laufend gegen die Verbots- und Zensurbemühungen der klerikalen Sittenwächter behaupten mußte, wie sich hier die Zeichner der „Neuen Frankfurter Schule“ zusammenfanden und wie die Schrift mit seiner Hinwendung zu New-Age-Themen in den 70er Jahren langsam bedeutungslos wurde. Vermißt haben wir ein Kapitel über SGE-Glamour-Girl Andrea Rau, das als Covergirl und mit den Anita-Bildergeschichten ihren Anteil an der heute unvorstellbar hohen Auflage hatte (zeitweise über 300 000 Exemplare).