Ab kommenden Donnerstag laufen im Werkstattkino wahre Raritäten.
Für fünf Tage (8. bis 12. Januar) zeigt das Werkstattkino in Zusammenarbeit mit SigiGötz-Entertainment eine Reihe über den B-Kurs der HFF, den zweiten Jahrgang (1968) der Münchner Filmhochschule. Während der A-Kurs als erster Jahrgang (u. a. Wim Wenders, Matthias Weiss, Ingemo Engström) schon mehrfach gewürdigt und mit Retrospektiven bedacht wurde, hatte der B-Kurs in der filmhistorischen Wahrnehmung bisher das Nachsehen. Dieser Ungerechtigkeit wollen wir entgegen- wirken, nicht zuletzt weil beide Jahrgänge viel verbindet. Die Studenten beider Kurse standen nicht nur persönlich im permanenten Austausch, sie waren auch gleichermaßen geprägt von der rebellischen 1968er-Zeit: Beide Jahrgänge nahmen das Lehrangebot nur begrenzt wahr, bestimmten durch exzessiven Besuch der Münchner Programmkinos größtenteils selbst den Lehrplan und zogen eigene Dozenten hinzu. Stilbildend war in viele Hinsicht der Einfluss des A-Kurses: die Ästhetik der „langen Einstellungen in der Totale“ (Münchner Sensibilismus) und der Einsatz von zeitgenössischer Rock- und Popmusik als dramaturgisches Korrelativ. Im B-Kurs der drei Hauptabteilungen (Film, Fernsehspiel, Dokumentation) gab es jedoch auch andere Orientierungen, die an klassische Formen des Erzählens anknüpften. Die Reihe versammelt Kameraübungen, Kurzfilme, Gruppenproduktionen, Abschlussarbeiten und darüber hinaus frühe Regiearbeiten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (WDR).
Folgende B-Kurs-Absolventinnen und Absolventen haben ihr Kommen zugesagt: Weiterlesen „Die Anfänge der HFF im Werkstattkino“


