Henry van Lyck †

Henry von Lyck (vorne, Bild: Schamoni-Film)Wie wir die letzten Wochen mehrmals erfahren mußten, kommen manche Todesfälle erst mit großer Verzögerung ans Licht der Öffentlichkeit. Aus zuverlässigen Kreisen hat die SGE-Redaktion von einem weiteren Todesfall erfahren: Bereits vor ein paar Monaten ist in München SGE-Glamour-Boy Henry van Lyck gestorben, der unverzichtbare Partner von Werner Enke in den May-Spils-Komödien: Wie dieser verkörperte er auch einen Tagedieb, „aber eloquenter, immer kurz vor einem wichtigen Termin und natürlich ein großartiger Aufschneider.“ Später war noch oft in ZDF-Krimis zu sehen, oder in der frühen deutschen Sitcom BÜRO, BÜRO, oder als Oberstaatsanwalt in der Serie IM NAMEN DES GESETZES (nachzulesen in SGE #8).

Nachtrag (14.02.25): In der ursprünglichen Version dieses Textes stand, daß Henry van Lyck in ZUR SACHE SCHÄTZCHEN unter dem Namen Rüdiger Leberecht einen  Credit als Co-Autor bekommen hat.  Wie wir aus informierter Quelle erfahren haben, sind Rüdiger Leberecht und Henry van Lyck nicht die gleichen Personen.

80/23

Während dem einen oder anderen die heutige Nachrichtenlage wie ein Schlag in die Magengrube vorkommen könnte, gratulieren wir SGE-Glamour-Boy Arthur Brauss, „einem der raren hard boild actors des deutschen Films“ (SGE #8), zum 80sten Geburtstag. Sonst macht es ja niemand.

Bigger than… Leidenschaft

Heute begnnt mit Maren Ades TONY ERDMANN das Filmfest München. Die rasenden SGE-Reporter sind traditionell auch dabei und richten ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Neue Deutsche Kino, das vielleicht ja mit ein paar SGE-relevanten Überraschungen aufwarten kann (und für alle die’s noch nicht wissen: die Retro gilt diesmal Christian Petzold). Und wieder gilt: Für SGE-Neu-Abonnenten, die sich sich während der neun Filmfesttage melden, halten wir Filmfest-Give-aways (siehe Abbildung) als Prämie bereit.

Wolfgang Welt †

„Seine Texte liest man ohne Pause; das Polemische, Enthusiastische und Autobiographische lassen sich darin nicht voneinader trennen… Es sind komische, zornige, tragische und lässige Geschichten über das Leben im Ruhrgebiet, die Sehnsucht nach Sex und die Liebe zum Rock’n’Roll.“ (Stefan Ertl in SGE # 24). Nun ist Wolfgang Welt, der Autor von „rasanten Nichtentwicklungsromanen“ (Tagesspiegel) gestorben.

SGE-Classics

Seit einer Woche dreht es sich wieder, das Kandidaten-Karussel für den nächsten Bundespräsidenten. Wir erinnern deshalb an unsere brisanten Vorschläge von 2012, die zum Teil leider ihre Aktualität verloren haben, aber nur zum Teil.