Es hat ein bißchen gedauert, aber seit kurzem sind die Beiträge zum Hexen-Symposium, das vor dreieinhalb Jahren im österreichischen Tamsweg Adrian Hovens SGE-Kanon-Film HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT auseinandergenommen hat, in einer Cine-Excess-Sonderausgabe zusammengefaßt, leider nur auf Englisch.
Zaubertage im Zeughaus
Sie ruft „bei Zuschauern ein Vergnügen hervor, in dem Amüsiertheit, Erstaunen und tiefschauende Träumerei sich mischen“ schreibt Peter Nau in der taz. Im Rahmen des Projets Lachende Erben präsentiert das Berliner Zeughaus ab heute die „bisher vielleicht umfangreichste Retrospektive der Filme der Kölner Gruppe„. Die Reihe beginnt mit „den Anfängen“ und nähert sich am Samstag sogar ERICH LUSMANN.
Veranstaltungshinweis
SGE-Cover-Girl Jovana Reisinger hat mit Still halten einen Roman geschrieben, lt. Verbrecherverlagsankündigung ein Bildersturm. Heute wird im Berliner Fahimi deswegen „gelesen, getrunken und diskutiert“.
Jedermann liebt K.S.
Diese Woche gehen sie los, die Festwochen zum 50jährigen Bestehen der Lisa-Film: mit einer Premiere am Wörthersee, einer Publikation, einer Retro und einem Superfilmwochenende. Die rasenden Reporter von SigiGötz-Entertainment werden Sie auf dem Laufenden halten.
Jean-Claude Boillon †
Einmal war Sig(g)i Götz-Rothemund ganz nah dran an der Nouvelle Vague: 1974, als er unter seinem Klarnamen den Film ES WAR NICHT DIE NACHTIGALL drehte, „duftig und amoralisch wie bei den Luftgeistern“ (Silvia Szymanski in SGE #24). Zur extravaganten Besetzung des Films gehört auch Jean-Claude Boillon, der immerhin bei Godard sein Debüt hatte, in den 80ern auch im deutschen TV präsent war, seitdem bei uns aber vergessen und nun vor knapp sechs Wochen verstorben ist, wie wir zufällig bemerkt haben.
Holger Czukay †
Ein gutes halbes Jahr nach Jaki Liebezeit (siehe SGE # 29) stirbt mit Holger Czukay das zweite Can-Mitglied. Wir erinnern an den Krautrock-Veteranen mit Spoon, dem Titelsong des Durbridge-Krimis DAS MESSER von 1971. „An den damaligen ‚Straßenfeger‘ kann ich mich kaum noch erinnern …. Aber die Musik von CAN ist geblieben…“ – A. W. R. auf You Tube.
Was hat sich seitdem verändert?
Ab heute, mit dem meterologischen Herbstanfang, arbeiten die SGE-Redaktion, das SGE-Herausgebergremium sowie das SGE-Erwartungsmanagement Hand in Hand an der 30sten Ausgabe von SigiGötz-Entertainment, welche SGE-Chefreporter Henry John Kaiser zur Herbstausgabe 2017 erklärt: „Es ist wieder ein Spiel mit dem Unbekannten. So machen wir’s halt.“ Die vorrätigen SGE-Abo-Gesamtpakete (siehe unten) schrumpfen indessen rapide zusammen.
Schlechte SGE-Verstecke
Margot Hielscher †
„Tja – früher war nicht alles bessser – aber anders. Da gabs noch richtige Frauen und nicht durch Fastfood aufgedunsene, weibliche Klöse! … da gabs u.a. auch noch richtige Kerle und nicht wie heute, zu halben Frauen mutierte und künstlich gemachte Weicheier!“ Web.de-Leser-Kommentar zum Tod von Margot Hielscher, die vor zwei Tagen im Herzogpark/München gestorben ist.
Wie es jetzt weitergeht bzw. was wir wissen
Für alle Abonnenten stellen wir jetzt die zehnte SGE-Ausgabe von 2006, genannt Die zehnte Spanne, in der es unter anderem um die geheimnsvolle Zeitschrift X-Film geht und um Amanda Lear, als pdf zur Verfügung. Neuabonnenten bekommen noch den ganzen Restsommer (wetterunabhängig) das SGE-Gesamtpaket (Abo plus alle lieferbaren Ausgaben) für lässige 34 Euro. Natürlich diesmal auch nur solange der Vorrat reicht. „Wichtig ist der Kontext“ – Henry John Kaiser (SGE-Chefreporter)
