DER GROSSE RUDOLPH von Alexander Adolph, mit Thomas Schmauser und SGE-Glamour-Girl Hannelore Elsner, diesen Mittwoch um 20:15 Uhr im Ersten.
Veranstaltung der Woche
Heute um 19 Uhr im Filmmuseum München: Ein Abend für Enno Patalas, mit Filmen, in denen der vor einem Monat verstobene ehemalige Leiter des Hauses zu sehen ist, dazu einige seiner Auftritte als Darsteller in Spielfilmen sowie zwei Dokumentarfilme, bei denen er als Autor mitgewirkt hat. In der Programmankündigung werden keine Titel genannt, aber vielleicht läuft ja auch DER FORMEL EINS FILM.
Daniel Kaiser-Küblböck †
Noch nicht zu Ende erzählt ist die Geschichte von Daniel Kaiser-Küblböck. Auch für uns noch nicht: „Bestärkt wurde er stets von seinen Fans, die sich selbst ‚Faniels‘ nannten und eigene Adjektive für den entrückten Zustand erfanden, in die er sie versetzte: „gestäääärbt“. Eine rätselhafte Anhängerschaft, die zu großen Teilen aus ganz jungen und überraschend alten Frauen bestand, die quer durch die Republik zu seinen Konzerten reisten und zu seinen Ehren einen eigenen Radiosender betrieben. ‚Mein Weg zu Daniel‘ hieß eine feste Rubrik in der selbstverlegten Faniel-Zeitschrift, in der Fans die Entdeckung ihres Fanseins wie ein Erweckungserlebnis schildern.“ (Anja Rützel, SPON)
Gipfel der Brückenbauer
Thomas Gotschalk findet es einfach wichtig, „daß es keine Distanzen gibt, zwischen Alt und Jung, zwischen Dumm und Schlau, zwischen Rechts und Links, zwischen Schwarz und Weiß. Ich war immer jemand, der Brücken geschlagen hat.“ Deshalb traf er sich zum Mittagessen mit dem österreichischen Bundeskanzler („der erste Bundeskanzler, den ich duze“). Der Grund von Gottschalks Wienreise war aber die Verleihung des „Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik“ an den Lisa-Produzenten Karl Spiehs, wofür er die Lautatio gehalten hat.
TV-Tip der Woche
Unter dem Schlagwort „Nachkriegskino“ zeigt 3Sat zur Zeit ein paar Filme mit „unerwarteten Qualitäten“, d.h. „mit hervorragenden Schauspielern, inteligenter Verwendung von Genremustern sowie emontional packenden und nuancenreichen Plots, die über Schuld und Verdrängung, Hoffnungen und Sehnsüchte für eine neue Gesellschaft nach dem Ende des Nationalsozialismus Auskunft geben.“ Heute um 22:15 Uhr läuft der SGE-Kanon-Film SCHWARZER KIES von Helmut Käutner.
Materialien
Was für ein Tag. Heute noch fällt das Pressembargo für den Film WERK OHNE AUTOR vom großen Sympathie- und Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck. Für alle, die nicht mehr warten wollen: Jetzt schon gibt es dazu ein Filmheft mit Unterrichtsmaterialen für die Fächer Kunst, Geschichte, Deutsch, Politik, Ethik, Philosophie.
SGE in der Bayerischen Staatsbibliothek
TV-Tip der Woche
Klaus Lemke, neuerdings auf Wohnungssuche, hat seinen aktuellen Film BAD GIRLS AVENUE wieder beim ZDF untergebracht. Mit Judith Paus (siehe unten) und – erstmals in einem Lemke-Film – SGE-Autor Rainer Kneppergers. Heute um 0 Uhr ist TV-Premiere, die Mediathek hat ihn auch.
SGE-Leser im Porträt: Judith Paus (BAD GIRL AVENUE)
Dieter Thomas Heck †
Wir denken sofort an PANKOW 95 und an MANTA – DER FILM, sogar ein Glamour-Hit mit ihm ist in unserem Portfolio gelandet, aber schon 1964 fragte Dieter Thomas Heck (1937-2018): „Aber wer küßt mich?“

