Von uns verpaßt: Trost und Glücksfall

Am Ende wurde die Hoffnung heraufbeschworen, „daß das so vitale Lebenszeichen der Filmbranche an diesem Abend die allgemeine Unsicherheit ein Stück weit aufgebrochen haben möge.“ Ohne Glamour und Gäste und ohne „Tschingderassabum“ (Ulrich Matthes) sind gestern zum 70sten Mal die Deutschen Filmpreise verliehen worden, in einer Gala, in der sich erst nach und nach SYSTEMSPRENGER als großer Sieger herausstelle und die zur besten ihrer Art gehörte, „die vor allem dank Moderator Edin Hasanovic fast durchweg den richtigen Tonfall fand und der Kinobranche einen dringend benötigten Lebensimpuls in der aktuellen Unsicherheitslage verschaffte.“ (Filmdienst)

SGE-intern und -extern

Als Tribut an die  „Neue Nomalität“ kehren wir (wenigstens redaktionsintern) zurück zur alten Normalität und kündigen an: Für die SGE-Frühjahrsausgabe (die man sich bereits vormerken lassen kann) verzichten wir auf unsere geplante Preiserhöhung. Und jetzt noch schnell zwei kinemathekische Streamingtips: Das Filmarchiv Austria streamt schon eine Weile Filme aus der Stunde Null. Zur Zeit sind die Raritäten DAS ANDERE LEBEN und DUELL MIT DEM TOD zu sehen. Das Münchner Filmmuseum bringt gerade eine Klaus Wyborny-Retro. Alle zwei Tage wird der Film ausgetauscht. Demnächst läuft der SGE-Kanon-Film SULLA.

Die neue Normalität (Folge 1)

Auch die ProSieben-Show THE MASKED SINGER hatte eine coroabedingte Pause eingelegt. Dank der „neuen Normalität“ (S. Kurz) folgte gestern das Comeback. Und die Überraschung: SGE-Glamour-Girl Caroline Beil mußte aus ihrem Roboter-Kostüm, das aus 250 Einzelteilen und zwei Minicomputern bestand, schlüpfen, weil sie die wenigsten Stimmen bekommen hatte. Vielen Zuschauern soll die ehemalige Moderatorin und „wahre Dschungel-Queen, eine richtige Showbiz-Gauklerin“ (Hans Schifferle in SGE # 5) nicht bekannt gewesen sein. Noch im Rennen: das „Chamäleon“, hinter dem viele Zuschauer D. Hallervorden vermuten.

SGE-relevante Nachrichten, Corona-generiert (2)

Zur gefragtesten Berufsgruppe in den Talkshows gehören im Augeblick die Virologen. Sehr gern eingeladen wird auch Prof. Alexander Kekulé, der gerade die „Geduld mit der Bundesregieung verliert“ (Focus). Als 1ojähriger spielte Kekulé, Sohn von Wolfgang Urchs und Dagmar Kekulé, übrigens das Bübchen im SGE-Kanon-Film BÜBCHEN von Roland Klick (vgl. SGE #12) .

Sie haben nur eines im Sinn

Es stimmt ja gar nicht, dass z. Zt. alle Kinos geschlossen haben. Autokinos erleben gerade eine Renaissance – unter strengen Auflagen. Zumindest in NRW, wo gerade neue Spielstätten eröffnen. Das Drive In in Essen zeigt morgen, Montag, MANTA MANTA von Wolfgang Büld, um den es übrigens im nächsten SigiGötz-Entertainment gehen wird. Also hinfahren.