SGE-Glamour-People: vornehm blaß

Eher blaß blieben diese Woche bislang die TV-Einsätze diverser SGE-Glamour-People: Howard Carpendales Auftritt bei MAISCHBERGER (neben Biedenkopf und Gysi) war nur scheinbar deplaziert; und Nadeshda Brennickes Part in der ZDF-Simmelverfilmung LIEBE IST NUR EIN WORT ein bißchen zu einsilbig und nicht zu vergleichen mit Judy Winters Spiel in Alfred Vorhers erster Verfilmung des Romans. Mal sehen, wie sich Heinrich Schafmeister heute bei MAYBRIT ILLNER schlägt. Ruhigen Gewissens empfehlen wir die Arte-TRACKS, wo, ebenfalls heute, SGE-Meta-Glamour-Boy Klaus Lemke porträtiert wird. PS: Überraschung.

SGE-Megageburtstagsgruß

Partystimmung in der SGE-Redaktion: Sig(g)i Götz-Rothemund, der Namensgeber unserer Publikation, feiert heute seinen 66sten Geburtstag. Notgedrungen distanziert, gleichwohl aufrichtig und herzlich und ganz ohne Anspielungen gratulieren wir dem Jubilar und wünschen ihm für die Zukunft noch viele gesunde TV-Projekte – natürlich nur aus dem seriösen Fach!

Nagen am Kanon

Stimmt das wirklich? Hat sich der große deutsche Filmkanon trotz zahlreicher Wiederentdeckungen im letzten Jahrzent tatsächlich weiter verfestigt? Auf die Nachtseite will einen diese vor ein paar Tagen begonnene Passage im Österreichischen Filmmuseum schlagen, das mit seinem Angebot einer ‚anderen‘ deutschen Filmgeschichte, „kritisches Erinnern gegen somnanbules Mitlaufen“ zu setzen versucht. Zu sehen gibt es eine disperate („dialogische“) Mischung an notorischen Außenseiterwerken.

PS: Zu Ende gegangen ist gerade eine große Geza von Bolvary-Retrospektive im Filmarchiv Austria.

Ein Zitat

„Ein Regisseur muß sein Publikum immer mit dem überraschen, was es erwartet“ – Jean Renoir

„Bildungslücke oder nur ein weiterer Jetset-Hannes, den keiner kennt.
„Aus welcher Mottenkiste kommt der denn?
„Nie von dem Typen gehört oder gesehen. Muß man den kennen?
„Wer is’n das?