Mit großer Bestürzung hat Dr. Erich Lusmann auf den Tod von Otto Sander reagiert: „Wir haben eine große künstlerische Persönlichkeit und eine unvergeßliche Sprechstimme verloren.“ Aber wie stand Otto Sander zum SGE-Kosmos? Immerhin einen Film gibt es zu verzeichnen: Das offizielle Debüt vom Siggi-Götz-Assistenten Carl Schenkel, KALT WIE EIS, angeblich ein handwerklich überdurchschnittlicher New-Wave-Film, ein Lisa-Rapid-Fabrikat. Es spielen mit: die SGE-Glamour-Boys Rolf Eden und Dan von Husen neben Hanns Zischler und Blixa Bargeld, und in der Hauptrolle: Dave Balko (und das ist erst der männliche Teil). Den Film müssen wir unbedingt noch entdecken.
SGE Intern
Noch sind es Gerüchte. Aber die nächste SGE-Keynote von Dr. Erich Lusmann soll bevorstehen. Und damit das dreiundzwanzigste SigiGötz-Entertainment. Viele Geheimnisse ranken sich schon im Vorfeld um dieses Heft. Nur eines steht fest: Die Seiten werden wieder durchnumeriert und zertifiziert werden. Alt- und Neu-Paten können auf neue Prämien hoffen und sollten sich jetzt schon auf die Warteliste setzen lassen.
SGE gratuliert
Anläßlich des 10-jährigen Gründungsjubiläums gratuliert Dr. Erich Lusmann der Deutschen Filmakademie zu ihrer erfolgreichen Arbeit, hebt die Bedeutung der Institution für den deutschen Film hervor und drückt nicht zuletzt deshalb seine Hoffnung aus, daß Sig(g)i Götz-Rothemund, mit GRIECHISCHE FEIGEN u.a.m. einer der international erfolgreichsten deutschen Filmemacher überhaupt, anläßlich seines 70sten Geburtstags im nächsten Jahr, endlich mit dem Ehrenpreis der Akademie ausgezeichnet wird.
Zitat der Woche
„Siggi Götz macht aus der Tugend eine Not“ – Dr. Erich Lusmann
SGE-Leser im Porträt: Jukka Schmidt & Christian Mrasek
TV-Tip der Woche
Diese Woche war’s in den Zeitungen zu lesen: Klaus Lemke will wieder was Größeres drehen, mit Iris Berben und Wolfgang Fiereck in den Hauptrollen. Während wir uns fragen, wie das ausgehen wird, kann man sich heute Nacht im ZDF ein Lemke- Tripple-Feature reinziehen.
Kino- und Veranstaltungstip der Woche
Ab heute in den deutschen Kinos: HANS DAMPF. Die zügellos zeitgemäße Adaption des Hans-im-Glück-Märchens, märchenhaft leichtfüßig inszeniert vom Team Schimidt/Mrasek (DER SERVANTILIST), welches „filmische Standards gegen die Freiheit eingetauscht hat, sich, die Darsteller und ihre Geschichte einfach laufen zu lassen“ (Kölner Stadtrevue). Mit Fabian Backhaus (Hans Dampf), Mario Mentrup (Django) und mit Nina Schwabe, die alle „weder unter Zadek gelernt noch unter Brandauer reüssiert haben“. Diese Woche touren die Filmemacher mit HANS DAMPF durch Deutschland. Am Montag um 20:00 Uhr schlagen sie auch im Münchner Werkstattkino auf und die rasenden SGE-Reporter werden ganz bestimmt vorbeischauen.
SGE unterwegs
80/14
Rainer Erler, der mit seinen „thematisch und ästhetisch avancierten Filmen“ (Aurich/Jacobsen) das Science-Thriller-Genre im Alleingang bediente, und dafür immer wieder auf SGE-Glamour-People zurückgriff, wird heute 80 Jahre alt. Auf seinen TV-Film DER SPOT mit SGE-Spezial-Glamour-Boy Claus Obalski und Alexandra Bogojevic werden wir möglicherweise irgendwann mal zurückgreifen.
Renate Mannhardt †
Eben erst im aktuellen Filmdienst entdeckt: SGE-Glamour-Girl Renate Mannhardt (ANGST, DER VERLORENE), „eines der rätselhaftesten Phantome des deutschen Films, über dessen Verbleib selbst hartgesottene Rechercheure nichts in Erfahrung brachten“ (Rainer Heinz), soll irgendwann im vergangenen Monat in New York im Alter von 92 Jahren gestorben sein. Ihre Rollen wirkten wie Antipoden zu den Filmheldinnen der Adenauer-Ära: „Bis ich sie gesehen habe, in Rosselinis ANGST, habe ich mir nicht vorstellen können, daß es eine solche Figur im deutschen Kino der 50er Jahre überhaupt gibt.“ – Hans Schifferle in SGE-5.

