Heißa: SigiGötz-Entertainment – Die achtundzwanzigste Ladung (Juli 2006, vergriffen)

Was ist darin zu finden? Ein Sixties-Sittenbild über die Zusammenarbeit von J.M. Simmel und Robert Siodmak (Christoph Huber); eine Analyse des Porträtfilms THAT MAN: PETER BERLIN (Rainer Knepperges); ein Bericht über das mehrteilige Komödienprojekt des Berliner Zeughauskinos mit dem Titel Lachende Erben (Viktor Rotthaler); eine Spurensuche in Bochum, dem Zentrum des deutschen psychotronischen Films (Ulrich Mannes); fünfzehn neue Glamour-People, aufgeteilt in ein Girls-Tentett und ein Boys-Quintett (Hans Schifferle); dazwischen ein Mini-Porträt Hannelore Auer und ein Nachruf auf Margit Geissler (Stefan Ertl), ein weiter Nachruf auf dem Kameramann Atze Glanert (Sadi Kantürk), ferner ein Gedenkblatt zu Henry van Lyck und unsere Wall of Compassion.

Henry van Lyck †

Henry von Lyck (vorne, Bild: Schamoni-Film)Wie wir die letzten Wochen mehrmals erfahren mußten, kommen manche Todesfälle erst mit großer Verzögerung ans Licht der Öffentlichkeit. Aus zuverlässigen Kreisen hat die SGE-Redaktion von einem weiteren Todesfall erfahren: Bereits vor ein paar Monaten ist in München SGE-Glamour-Boy Henry van Lyck gestorben, der unverzichtbare Partner von Werner Enke in den May-Spils-Komödien: Wie dieser verkörperte er auch einen Tagedieb, „aber eloquenter, immer kurz vor einem wichtigen Termin und natürlich ein großartiger Aufschneider.“ Später war noch oft in ZDF-Krimis zu sehen, oder in der frühen deutschen Sitcom BÜRO, BÜRO, oder als Oberstaatsanwalt in der Serie IM NAMEN DES GESETZES (nachzulesen in SGE #8).

Nachtrag (14.02.25): In der ursprünglichen Version dieses Textes stand, daß Henry van Lyck in ZUR SACHE SCHÄTZCHEN unter dem Namen Rüdiger Leberecht einen  Credit als Co-Autor bekommen hat.  Wie wir aus informierter Quelle erfahren haben, sind Rüdiger Leberecht und Henry van Lyck nicht die gleichen Personen.

80/23

Während dem einen oder anderen die heutige Nachrichtenlage wie ein Schlag in die Magengrube vorkommen könnte, gratulieren wir SGE-Glamour-Boy Arthur Brauss, „einem der raren hard boild actors des deutschen Films“ (SGE #8), zum 80sten Geburtstag. Sonst macht es ja niemand.