Gestern starb mit 67 Jahren die Autorin Jutta Winkelmann, die mit ihrer Zwillingsschwester Gisela Getty natürlich zu den SGE-Glamour-Girls gehört. Beide „würden eine große Rolle spielen, in der noch zu verfassenden Historie der Girl-Kultur“ (SGE #3). Bis zuletzt hat Jutta Winkelmann aus ihrem Leben ein Kunstwerk gemacht. 2016 erschien noch ihre Graphic Novel „Mein Leben ohne mich“, mit der sie ihre Krebserkrankung verarbeitete.
Im Druck: SGE #29
Retro des Monats
Im Zeughauskino zu Berlin wird mit KIRMES von Wolfgang Staudte heute die Geliebt und verdrängt-Reihe (mit Modifizierungen) nachgespielt, portioniert auf mehrere thematische Blöcke. Der erste Block nennt sich Zu den Verhältnissen und unternimmt „einen umfassenden Versuch zur politischen Stimmung und Lage der Bundesrepublik in jenen Jahren“. Und schon diese erste Zeughaus-Mischung zwischen Kanonischem, Abseitigem und Vergessenem übertrifft ganz augenfällig die Locarno-Auswahl.
80/25
Heute haben wir endlich mal wieder einen runden Geburtstag zu vermelden: SGE-Glamour-Girl Nicole Heesters feiert heute ihren 80sten. Die Tochter von Johannes Heesters, die „mit zunehmenden Alter an Sex-Appeal gewonnen hat“ (SGE #5), war in den 70ern die erste TATORT-Kommissarin, hält aber mittlerweile „nicht viel von der lustigen Gaudiwelt im Fernsehen“.
SGE-Leser im Porträt: M. Jandejsek
Eine Meinung
Was hätte… nein: Was sagt nun aber Siggi Götz über Donald Trump?
Zweite Veranstaltung der Woche
Ab heute zeigt das Flo**, ein temporär genutzter Veranstaltungsraum in München-Giesing, in Kooperation mit dem Archive Artist Publications von Hubert Kretschmer eine Austellung mit Münchner Independent-Magazinen. Es gibt zu sehen: Einem aktuellen und historischen Teil, eine Installation und eine Videoarbeit. Diesmal schauen die rasenden SGE-Reporter vorbei.
Retro der Woche
Ein neues Kapitel der von uns schon mehrfach empfohlenden Reihe Lachende Erben im Berliner Zeughauskino wird ab heute aufgeschlagen: Komödianten der 80er Jahre. Nur vier Filme stehen auf dem Programm: Neben DER SCHNÜFFLER (mit Didi Hallervorden), OTTO – DER FILM und XAVER gibt es auch BIG MÄC von Sig(g)i Götz-Rothemund zu sehen, ein „apokrypher“ Thomas Gottschalk, bei dem offenbar auf Grund eines Kommuninkationsfehlers auf den Plakaten Sigi Rothemund als Regisseur angegeben wurde, und nicht Siggi Götz, wie es eigentlich hätte sein müssen.
SGE #29: versöhnlich und lebensbejahend
Ein „versöhnliches, lebensbejahendes Heft“ habe man zusammengestellt, und es soll noch diesem Monat erscheinen, versprach Dr. Erich Lusmann , stellvertretender Editor at Large von SigiGötz-Entertainment, auf einer Pressekonferenz, mit Artikeln und Beiträgen, die unseren aufgewühlten Tagen mit „Mut, Zuversicht und überraschend viel Humor“ begegnen, aber auch so zeitdiagnostisch, als hätten die SGE-Autoren den momentanen Lauf des Weltgeschehens in ihren Texten genau „antizipiert“. Explizite Petitionen gegen irgendwelche akuten Mißstände seien deshalb gar nicht erst geplant, denn: „Unser Heft ist Protest genug.


