Jetzt aber: Die einundvierzigste und zweiundvierzigste Blüte

Das gab es noch nie in der 25jährigen Geschichte von SigiGötz-Entertainment: Zwei Hefte in einem. Darin erzählt Markus Mischkowski von seinem Kurzfilmprojekt mit Hans Schifferle, schreibt Benedikt Eppenberger über die unzähligen Verfilmungen des Wilhelm-Tell-Stoffes, referiert Rainer Gansera über den zweiten Jahrgang der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (den B-Kurs), erinnert sich Werner Sudendorf an den Filmsammler Christoph Winterberg, sichtet Kamil Moll die Römischen Zyklen von Eckhart Schmidt, analysiert Marco Abel die Kurzfilme von Veith von Fürstenberg, betrachtet Christoph Huber die zweisprachigen Filme von Julien Duvivier, präsentiert Stefan Ertl zum sechsten Mal Glamour-Hits aus dem SGE-Universum, ruft Alf Mayer die Erinnerung an Sigi Rothemunds Weihnachtsserie JACK HOLBORN wach, liefert Rainer Knepperges seinen ganz persönlichen Quartalsbericht zu den ersten 25 SGE-Jahren ab, begutachtet Ulrich Mannes zwei Bücher von Anatol Regnier. Daneben porträtieren wir wieder Nebendarsteller aus dem deutschsprachigen Raum (Character Actors), erinnern an Bernhard Marsch, Okin Cznupolowsky, Egidio Marzona und Martin Müller. Zum Schluß erklären wir, warum wir die SGE-Produktion ab sofort etwas weniger zwanghaft angehen werden.

Ab sofort zu haben für 9,50 €: info@sigigoetz.de

Spaziergänge

Bevor morgen die langerwartete SGE-Doppelnummer nun wirklich erscheint, werden heute im Müncher City-Kino mit SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von Lars Jessen die 74. Filmkunstwochen eröffnet. Morgen sind schon die ersten Höhepunkte zu erleben: Im Theatiner läuft HILDA CRANE, der Eröffnungsfilm des Film-Cabinetts (so hieß das Theatiner im ersten Jahr) von 1956. Und im City zeigen Willmann und Edelmann zum vierten Mal Magic Moments.

Werner Enke (1941–2026)

„Ich war ein sehr verzweifelter junger Mann. Aber weil ich mit meinen Spielereien die Leute in der Schauspielschule auch zum Lachen gebracht hatte, ist das Ganze zum Glück irgendwie komisch geworden: Obwohl es immer ausweglose Situationen waren, habe ich mich bemüht, doch noch einen komischen Ausweg zu finden. Deshalb wird auf meinem Grabstein stehen: ‚Sterben kann nicht so schlimm sein, sonst würden es nicht so viele tun.‘ Obwohl eigentlich völlig trostlos, enthält dieser Satz einen kleinen Rest Trost.“ –  Werner Enke im Gespräch mit Marco Abel (aus: Mit Nonchalance am Abgrund – Kino der „Neuen Münchner Gruppe“)

Wie wir erfahren haben, ist Werner Enke vergangenen Montag im Alter von 85 Jahren gestorben.

Heidi Stroh †

Die Presse meldet verspätet den Tod von Heidi Stroh, Schauspielerin, Sängerin und SGE-Glamour-Girl der ersten Stunde. Sie spielte für Mario Bava, Rudolf Zehetgruber, Edgar Reitz und Ulrike Ottinger  – und gehörte zu den SCHÖNEN WILDEN VON IBIZA (Siggi Götz). Stefan Ertl schrieb in SGE #9 (März 2006): „Ihre Platten sammelt man wegen der Coverfotos: Das blonde Haar fast immer ganz streng nach hinten gekämmt inszeniert sie sich mal als kühler Pornostar à la Seka, mal als Schwulenikone im eleganten Abendkleid mit weißer Federboa, mal in Jeans und schwarzem Leder. Ihre Lieder gehören eigentlich ins Varieté. Hier singt sie Where Do You Go To (My Lovely), einen Song des britischen Folkies Peter Sarstedt von 1969.“

SGE zwanglos

In Kürze erscheint das neue SigiGötz-Entertainment. Es wird in der Tat eine Doppelnummer, also doppelt so dick wie die vorangegangenen. Die Auflage bleibt aber die gleiche. Sichern Sie sich jetzt schon ein Exemplar: info@sigigoetz.de