Werner Enke (1941–2026)

„Ich war ein sehr verzweifelter junger Mann. Aber weil ich mit meinen Spielereien die Leute in der Schauspielschule auch zum Lachen gebracht hatte, ist das Ganze zum Glück irgendwie komisch geworden: Obwohl es immer ausweglose Situationen waren, habe ich mich bemüht, doch noch einen komischen Ausweg zu finden. Deshalb wird auf meinem Grabstein stehen: ‚Sterben kann nicht so schlimm sein, sonst würden es nicht so viele tun.‘ Obwohl eigentlich völlig trostlos, enthält dieser Satz einen kleinen Rest Trost.“ –  Werner Enke im Gespräch mit Marco Abel (aus: Mit Nonchalance am Abgrund – Kino der „Neuen Münchner Gruppe“)

Wie wir erfahren haben, ist Werner Enke vergangenen Montag im Alter von 85 Jahren gestorben.

Heidi Stroh †

Die Presse meldet verspätet den Tod von Heidi Stroh, Schauspielerin, Sängerin und SGE-Glamour-Girl der ersten Stunde. Sie spielte für Mario Bava, Rudolf Zehetgruber, Edgar Reitz und Ulrike Ottinger  – und gehörte zu den SCHÖNEN WILDEN VON IBIZA (Siggi Götz). Stefan Ertl schrieb in SGE #9 (März 2006): „Ihre Platten sammelt man wegen der Coverfotos: Das blonde Haar fast immer ganz streng nach hinten gekämmt inszeniert sie sich mal als kühler Pornostar à la Seka, mal als Schwulenikone im eleganten Abendkleid mit weißer Federboa, mal in Jeans und schwarzem Leder. Ihre Lieder gehören eigentlich ins Varieté. Hier singt sie Where Do You Go To (My Lovely), einen Song des britischen Folkies Peter Sarstedt von 1969.“

SGE zwanglos

In Kürze erscheint das neue SigiGötz-Entertainment. Es wird in der Tat eine Doppelnummer, also doppelt so dick wie die vorangegangenen. Die Auflage bleibt aber die gleiche. Sichern Sie sich jetzt schon ein Exemplar: info@sigigoetz.de

Streaming-Tip für Wochen

Die für uns wertvollste Mediathek bietet zur Zeit das Filmarchiv Austria, wo Woche für Woche neu restaurierte Kinofilme aus allen Epochen der österreichischen Filmgeschichte präsentiert werden. Gerade wieder konzentrieren sich ein paar SGE-relevante Highlights. Zu sehen gibt es zwei Filme aus der glorreichen Epoche des deutschsprachigen Emigrantenfilms: FRÄULEIN LILLI (1936), der letzte österreichische Film mit SGE-Glamour-Girl Franziska Gaal. Und den SGE-Kanonfilm BALL IM SAVOY. Sehenswert ist sicher auch DIE ERSTEN TAGE von Herbert Holba, „ein Kinematogramm mit Musik und Geräuschen“.