
Das Personality-Magazin für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Die für uns wertvollste Mediathek bietet zur Zeit das Filmarchiv Austria, wo Woche für Woche neu restaurierte Kinofilme aus allen Epochen der österreichischen Filmgeschichte präsentiert werden. Gerade wieder konzentrieren sich ein paar SGE-relevante Highlights. Zu sehen gibt es zwei Filme aus der glorreichen Epoche des deutschsprachigen Emigrantenfilms: FRÄULEIN LILLI (1936), der letzte österreichische Film mit SGE-Glamour-Girl Franziska Gaal. Und den SGE-Kanonfilm BALL IM SAVOY. Sehenswert ist sicher auch DIE ERSTEN TAGE von Herbert Holba, „ein Kinematogramm mit Musik und Geräuschen“.
„Nastassja Kinski macht Wim Wenders in Wahrheit ein Geschenk: Er kann sein nun zurückgezogenes Werk modernisieren – und Filmgeschichte schreiben.“ – Julia von Heinz in der Süddeutschen Zeitung über die Debatte um FALSCHE BEWEGUNG.
Heute hätte SGE-Glamour-Girl Rosy-Rosy (alias Rosemarie Heinikel) seinen 80sten Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlaß bringt das Münchner Filmmuseum in der Open Scene ein Rosy-Rosy-Programm. Gezeigt werden der „vermutlich erste deutsche Revoluzzer-Film“ AGILOK UND BLUBBO von Peter F. Schneider (vgl. SGE #3), und zwei ihrer eigenen Kurzfilme. Gäste haben sich auch angekündigt: Doris Rosenbauer, die Halbschwester von Rosemarie Heinikel und Mitwirkende in ihren Kurzfilmen, sowie der Darsteller und Dehbuchautor Klaus Lea.
Endlich! Wim Wenders erhält den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises. Heute! „Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) soll kommen.“ (dpa).
Die Geschichte von Boney M. ist immer noch nicht zu Ende erzählt. Gerade zu sehen in der ARD-Mediathek: BONEY M. – DISCO. MACHT. LEGENDE von Oliver Schwehm, der auf das letzte Gespräch mit Produzent Frank Farian zugreifen konnte (vgl. SGE #32: „Männer auf verlorenem Posten“), diesmal aber vor allem die Sängerinnen Liz Mitchell und Marcia Barrett zu Wort kommen läßt.
Was mich nach dem letzten Gespräch noch beschäftigt hat: Wieso ist der Schlager so abgedriftet? Ich wollte wissen, ob Christian Bruhn dazu was sagen kann, und habe ihn mal angeschrieben. Den berühmten Christian Bruhn? Ja. Ich habe ihn mit folgenden Zeilen angeschrieben: Guten Tag Herr Bruhn, mein Name ist Okin Cznupolowsky. Ich bin ein moderner Komponist usw. Er hat dann zurückgeschrieben: Er könne mir auch nicht helfen, denn er sei ganz bewußt kein moderner Komponist. Darauf habe ich geantwortet: Die Musik zu TIMM THALER (von Sig(g)i Götz- Rothemund – die Red.) ist doch auch sehr expressiv und ausdrucksstark. Darauf meinte er: Ja, ja, aber er würde keine Zwölftonmusik verwenden. Das hat mich gewundert, weil ich benutze ja auch keine Zwölftonmusik, die ja eine sehr strenge Technik ist, aber ich habe gehört, daß Arnold Schönberg sich später auch nicht mehr hundertprozentig daran gehalten hat. – Okin Cznupolowsky im letzten SGE-Gespräch (vgl. SGE #37, März 2022)
Bereits in der vergangenen Woche verstarb im Alter von 88 Jahren Dietmar Schott, Autor des Buchs Ich danke Sie! (vgl. SGE-Glamour-Bibliothek in #40) über den Fußballer und SGE-Glamour-Boy Willi Lippens. Neben Kurt Brumme war Schott in den 70er und 80er Jahren die prägende und prägnante Stimme im WDR-Hörfunk in der samstäglichen Sendung Sport und Musik mit der Live-Bundesligakonferenz.
„… es gab einen ganz besonderen DDR-Sexappeal, eine überbordende Lebenslust, die Grenzen zu sprengen drohte. Die unübertroffene Defa-Queen aber ist die Angelica , mit ‚c‘ … Wegen so einem Mädchen wäre man auch in den Osten gegangen.“ (Hans Schifferle in SGE #3, Oktober 2002) Gestern ist SGE-Glamour-Girl Angelica Domröse im Alter von 85 Jahren gestorben.