Skandal-Skandal

Das ganze Ausmaß des RBB-Skandals dringt erst nach und nach ins Bewußtsein der deutschen Öffentlichkeit. Vor ein paar Tagen hat sich die Familie von Harald Juhnke zu Wort gemeldet. Dessen Sohn Oliver sowie der ehemalige Juhnke-Manager Peter Wolf  deckten gegenüber Bild auf, daß ein Film über den Publikumsliebling kurzerhand abgesagt wurde: „Es gibt keinen Film, weil der RBB das Geld mit vollen Händen für das Luxus-Leben seiner Führungskräfte rausgeworfen hat. Ein Skandal!“ Oliver wird dann aber doch diplomatisch: „Meine Mutter Susanne (ein  SGE-Glamour-Girl!) und ich würden uns sehr darüber freuen, wenn der RBB die Verfilmung trotzdem noch umsetzt.“ Wir drücken alle Daumen.

 

Nur noch kurze Zeit

Die stärkste Rabattaktion in der Geschichte von SigiGötz-Entertainment gilt nur noch kurze Zeit: Bis zum 31. August 2022 kann man es noch ordern: das SGE-Entlastungspaket. Ob es ein Nachfolgemodell gibt, ist noch offen. In der gleichen Form auf keinen Fall, „allein schon deshalb, weil bald nicht mehr so viele Nummern zur Auswahl stehen werden“, so SGE-Cheflogistiker Dr. Erich Lusmann.

Er ist immer noch bei uns

Es fehlt nur noch das „Amen“ des Verlegers, dann erscheint seine Filmbiographie, in der er „einfach mal die reine Wahrheit über diese Dreharbeiten“ erzählt, „um die ja die wildesten Fantasien kreisen.“ Die AZ und die SZ gratulieren Rinaldo Talamonti zum 75sten Geburtstag, den er heute in San Benedetto del Tronto feiert.

Geschichte, plattgemacht

Ein „Ort der Geschichte“ wird dem Erdboden gleichgemacht. Bild: „Hier schlugen ihre Visionen Wurzeln, hier fanden sie nach Roys Tiger-Unfall 2003 Zuflucht und Frieden. In der großen Halle (The Cave) saß Siegfried oft alleine, schlürfte eine Flasche Dom Pérignon und schaute auf riesigen Monitoren Videos ihrer Magier-Show.“ Little Bavaria in Las Vegas, das 40-Hektar-Anwesen des SGE-Glamour-Paars Siegfried (†) und Roy (†), muß einem Apartment-Komplex weichen. Niemand, auch nicht Bild.de, kann das noch verhindern.

Rolf Kühn †

Mit dem Klarinettisten Rolf Kühn starb am 18. August „ein Ausnahmemusiker, einer der wenigen deutschen Weltstars des Jazz“ (Dr. Erich Lusmann). Er hat mit allen Größen der Szene gespielt. Wir müssen noch daran erinnern, daß Kuhn in den 70er Jahren auch Filmmusik gemacht hat, u.a. für Alfred Vohrer, Hubert Frank und Jess Franco, aber auch für die seditative Erik-Ode-Austragsserie SONNE, WEIN UND HARTE NÜSSE, die Stefan Ertl in SGE #18 untersucht hat.

Überlebende

„Gemeinsam überlebten sie den Horror-Tsunami 2004 in Thailand, Hurricane Irene an der US-Ostküste und den Putschversuch in der Türkei.“ (Express). Nun haben sich SGE-Glamour-Girl Jasmin Filali (vgl. SGE #1) und Thomas Helmer nach 17 Ehejahren getrennt.

West Germany-Lektüre

In einer Review im aktuellen Filmblatt (Nr. 78, Frühjahr 2022, Cinegraph Babelsberg) nimmt Philipp Stiasny die jüngeren Publikationen über Karl Spiehs und seiner Lisa-Film unter die Lupe (die wir in SGE alle schon behandelt haben). Er bemängelt, daß da zu viel unreflektiertes Fan-Geschreibe dabei ist und eine gründliche Firmengeschichte immer noch aussteht. Das aktuelle Supernasenbuch ist noch nicht berücksichtigt. Aber aus informierten Kreisen wissen wir mittlerweile, daß ein weiteres Buch über die Lisa in Arbeit ist. Vielleicht ja ein gründliches. Aber was steht sonst noch im Filmblatt (Motto: „Made in West Germany“)? Texte, die sich über „die ganze Zeitspanne der alten Bundesrepublik“ ziehen. Ein Beitrag von Wolfgang Jacobsen über KÖNIG FÜR EINE NACHT (Paul May), einer über die Entstehungsgeschichte von Wolfgang Staudtes Verfilmung der DREIGROSCHENOPER, einer über die Genre-Ambitionen von Hartmut Bitomsky und Harun Farocki, einer über Eckhart Schmidts ALPHA CITIY, und dann geht’s noch um die Tödliche Doris.