90/29

Heute feiert SGE-Glamour-Girl Helga Liné, Königin des italienischen und spanischen B- und C-Genrekinos, ihren 90sten Geburtstag. Ihre Filmographie umfaßt 150 Titel, zumeist Kombinationen aus Erotik und Horror – besonders beeindruckend war sie in LA ORGÍA NOCTURNA DE LOS VAMPIROS (Léon Klimovski 1973) und LOS RITOS SEXUALES DEL DIABOLO (José Ramón Larraz 1982) Nur einmal stand sie in Deutschland vor der Kamera, für den SGE-Kanon-Film DER MÖRDER MIT DEM SEIDENSCHAL von Adrian Hoven. Will man mehr über Helga Liné, die in Berlin geboren wurde und als Kind mit ihren Eltern vor den Nazis nach Portogal floh, erfahren, sollte man spanisch verstehen, oder in SGE #35 reinschauen.

Gehen, ohne sich zu beschweren

SGE-Glamour-Boy Jürgen Drews hört jetzt endgültig auf (zu singen). Lt. Bams wolle er seine Tage vor allem mit seiner Ehefrau Ramona und den gemeinsamen Hunden verbringen. Er freue sich auf alles, wofür früher keine Zeit blieb, wie seinen Garten oder Dokumentationen im Fernsehen.

Ein sichtbares Abzeichen

Zum heutigen „Tag des Kusses“ spricht die Süddeutsche Zeitung mit SGE-Glamour-Girl Ixi, das mit Knutschfleck 1983 einen „moment out of time“ (vgl. SGE #5,  Februar 2004) hatte. Ixi wollte ihr „One-Hit-Wounder“ nie loswerden: „Das Lied mag ich immer noch gerne, ich freue mich, wenn die Leute mitsingen und glücklich sind, nach 40 Jahren ist das doch toll!“

80/59

Wir gratulieren Friedrich von Thun, der seine Karriere als Fahrlehrer im TELEKURS FÜR AUTOFAHRER begann, sie als Host im SCHULMÄDCHEN-REPORT fortsetzte und als PROF. CAPELLARI an der Seite von SGE-Glamour-Girl Liane Forestieri krönte (vgl. SGE #5), zum 80sten Geburtstag.

Drei Fragen an… Clemens Klopfenstein

Foto: Ulrich Mannes

Herr Klopfenstein, Sie haben neulich gesagt, daß Sie Ihre Filme „fracken“. Was hat man darunter zu verstehen? „Fracken“ heißt, die besten Szenen aus seinem Fundus zu heben. Also kein Trailer, kein Teaser, kein Featurette zu machen, sondern ein, zwei Minuten aus dem Film für sich selbst wirken zu lassen. Und das jetzt auf TikTok jeden Tag zu zeigen und zwar im Hochformat! Wieso gerade auf TikTok? Auf TikTok fühle mich so modern! Ist auch so schön bildfüllend und schnell. Facebook ist so altmodisch hat was von einen großelterlichen Geschirrschrank. Wie finden Sie die Ausschnitte? Geholfen hat mir Yousef Khafaia, den ich auf den Hofer Filmtagen letzten November getroffen habe. Er will bald nach Amerika an eine Filmhochschule, jetzt war er bei mir in Umbrien und hat mit jugendlichem Übermut (er ist achtzehn, hat aber schon Abitur) meine letzten sechs Filme gefrackt, hat aus dem Archiv alles rausgeholt und dann nach seiner Lust die besten Stücke rausgehauen, immer maximal zwei Minuten, so haben wir jetzt bis in den August jeden Tag ein neues Stück KlopfKlopf auf TikTok. Diese Clashculture hat mir und meinen Filmen gut getan, es hat sogar dazu geführt, daß daraus ein neuer Kurzfilm entstanden ist. DIE GLOCKE DER SANTA CHIARA, ich werde ihn in München uraufführen.

70/53

Die Branche sei zwar härter geworden. Man werde schnell in eine Schublade gesteckt. Aber mit dem Image des ewigen Lausbubs könne er gut leben. (lt. Gala) Heute feiert Hansi Kraus seinen 70sten Geburtstag. Und wir von SigiGötz-Entertainment versprechen, daß wir alle seine Lümmelfilme bald mal auseinandernehmen werden.

Gequält und nachhaltig

Die wichtigste Säule der Deutschen Filmakadmie ist die Nachaltigkeit. Der Filmdienst schreibt zur gestrigen Preisvergabe (bei der LIEBER THOMAS der Abräumer war): „Etwas vom Geist der Wiederverwertung konnte man dann … auch bei der Preisgala spüren. In der Wahl der Preisträger bleibt sich die Filmakademie  … treu. So hat der Deutsche Filmpreis seit einigen Jahren Filme über gequälte, früh verstorbene Künstlerinnen und Künstler ins Herz geschlossen.“