Ernst Stankovski †

Wir müssen jetzt wirklich ernsthaft darüber nachdenken, ein extra Feature nur für die Todesmeldungen einzurichten. Heute melden die Agenturen, daß SGE-Glamour-Boy Ernst Stankovski mit 93 Jahren gestorben ist. Man erinnert sich an ihn als Gastgeber der knallbunten 70er-Jahre-Show ERKENNEN SIE DIE MELODIE? (vgl. SGE #6). Viel lieber wollte Stankovski als erstzunehmender Schauspieler in Erinnerung bleiben. Seine Filmographie ist schon beachtlich.

Serge Korber †

Er drehte mit vielen Stars des französichen Kinos, darunter zwei ungewöhnliche Filme mit Louis de Funès, in den 70er-Jahren inszenierte er unter dem Pseudonoym John Thomas einige Pornos, und am Ende der Karriere verwirklichte er fürs Fernsehen mehrere Schauspieler-Porträts. Nun ist der französische Regisseur Serge Korber mit fast 86 Jahren gestorben. Das steht alles auch in Wikipedia. Warum aber erwähnen wir diesen Todesfall?  Weil Rainer Knepperges über seinen Film BALDUIN, DER SONNTAGSFAHRER im Ersten Versuch von SigiGötz-Entertainment, also im allerersten Heft geschrieben hat. Er ging der Frage auf den Grund: „Warum ist dies einer der besten Filme über ’68 und danach?“

Austrian Mavericks

Für alle, die sich im Raum Frankfurt/Main aufhalten: Heute läuft noch die von SGE-Autor Christoph Huber kuratierte Filmreihe Austrian Mavericks, die im „Ineinander von schwarzem Humor und existenzieller Larmoyanz. Lethargie und Widerstandsbereitschaft, Experimentierfreudigkeit und Gemütlichkeit, extrovertierter Lust und melancholischer Versenkung, Nostalgie und Anarchismus“ eine andere österrichische Filmgeschichte erzählt. Mit Filmen von Norbert Pfaffenbichler, E.W. Emo, Nicolas Mahler…

Richard Blank †

Vielleicht wartet der eine oder andere Leser darauf, aber zum Tod von Achternbusch können wir hier gar nichts beitragen. Am 11. Januar, einen Tag nach Achternbusch, starb der Regisseur und Autor Richard Blank, dessen Film PRINZENBAD um ein Haar in unseren Kanon aufgenommen worden wäre.

Peter Thomas – Sounddesigner

Heute beginnt mit den Filmen FLUCHT NACH BERLIN und DIE SCHLANGENGRUBE UND DAS PENDEL die von SGE intiierte Filmreihe Peter Thomas – Filmkomponist und Soundesigner (bis 19. Jan.). Wo? Im Werkstattkino! Wir zitieren aus dem Programmflyer: „Im Mai 2020 starb der Filmkomponist Peter Thomas. In den 60er und 70er Jahren zählte er zu den meistbeschäftigten und profiliertesten Filmkomponisten in Deutschland. Er prägte den Sound der Edgar-Wallace-Filme, schrieb die Musik zu vielen TV-Straßenfegern und Krimiserien (DER KOMMISSAR, DER ALTE usw.) und schuf mit der Titelmelodie von RAUMPATROUILLE ORION einen Ohrwurm. Er bediente unterschiedliche musikalische Genres und Repertoires, aber seine Musik trug eine unverkennbare Handschrift. Das erkannten auch die nachfolgenden Musikergenerationen. In den 2000er Jahren feierte Peter Thomas ein Comeback in der Sound-Sampling-, Remix- und Easy-Listening-Kultur. Peter Thomas blieb bis zu seinem Tod populär und war als witziger und schlagfertiger Interviewpartner gefragt.“

Besondere Einsichten (und Hörproben) bietet eine Lecture am Samstag mit Clips, Filmbeispielen, einer Trailerrolle in Anwesenheit von Peter Thomas‘ Sohn Philip.  Als begleitende Lektüre empfehlen wir zudem SGE #35 und unser Gespräch mit Philip Thomas, das man auch auf Artechock nachlesen kann.

Oxymoron forte

Die Blattkritik der SZ weiß noch nicht, ob sie es bei „diesem Produkt… mit einem Widerspruch zu tun hat, mit einer Überdosis Oxymoron forte“. Die Apotheken Umschau und Bravo feiern mit einer Hybridausgabe das gemeinsame 66ste Jubiläum. Auf dem Cover: SGE-Glamour-Girl Marianne Koch (90).